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# Entscheidungen — die Warteschlange

> Die eine Warteschlange, in der von der KI vorgeschlagene Aktionen — Entwürfe, Weiterleitungen, Tickets, Archivierungen — auf deine Freigabe warten, bevor sie laufen.

Immer wenn eine Kategorie-Regel eine Aktion ausführen will, der du noch nicht vertraust, hält InboxMate sie zurück, statt sie stillschweigend auszulösen. Sie taucht in den **Entscheidungen** auf — eine übergreifende Warteschlange für alle Postfächer, damit nichts in einer einzelnen Konversation untergeht. Hier findet beaufsichtigte Automatisierung tatsächlich statt: Die KI schlägt vor, du entscheidest.

Die Seite **Entscheidungen** hat zwei Tabs: **Warteschlange** — die laufende Warteschlange, um die es auf dieser Seite geht — und **KI-Reife**, die Übersicht darüber, wie viel Autonomie sich jede Regel verdient hat. Zum zweiten siehe [KI-Reife](/de/user-guide/inbox/ai-maturity).

<Info>
  Sichtbar ist die Warteschlange *immer*, benachrichtigt wirst du nur *auf Wunsch*. Ein Badge in der Seitenleiste und eine Dashboard-Karte „X offen — Entscheidungen ausstehend“ zeigen die Anzahl jederzeit an; eine Meldung per E-Mail oder in der App bei neuen Entscheidungen ist ein eigener Schalter in den Benachrichtigungseinstellungen (**Benachrichtige mich, wenn eine Entscheidung ansteht**) und standardmäßig aus.
</Info>

## Was hier landet

Jede Aktion, die eine zutreffende Kategorie ausführen will und der noch nicht genug vertraut wird, um automatisch zu laufen: eine E-Mail weiterleiten, senden oder automatisch beantworten, ein Ticket anlegen, archivieren, als gelesen markieren, in einen Ordner verschieben oder endgültig löschen. Jede davon ist ein **Vorschlag** mit Vorschau — bei einer Weiterleitung siehst du Empfänger und Notiz, bei einem Ticket Betreff, Priorität und zugewiesene Person, bei einer Antwort den entworfenen Text.

Aktionen aus derselben eingegangenen E-Mail werden zu einer **Ketten-Karte** zusammengefasst — Betreff, Absender, Kategorie und Konfidenz der E-Mail stehen einmal oben, darunter folgt eine Zeile pro offener Aktion in der Reihenfolge ihrer Ausführung.

## Über eine Aktion entscheiden

Jede Zeile bietet drei Möglichkeiten:

<CardGroup cols={3}>
  <Card title="Ja" icon="circle-check">
    Freigeben. Die Aktion läuft sofort mit dem Inhalt aus der Vorschau.
  </Card>

  <Card title="Anders" icon="pen-line">
    Umlenken: vor dem Ausführen eine andere empfangende Person, eine andere zuständige Person oder eine andere Priorität wählen. Bei Aktionen ohne Umlenkziel (Archivieren, endgültig Löschen) ist die Option ausgeblendet.
  </Card>

  <Card title="Ignorieren" icon="xmark">
    Ablehnen. Eine optionale Begründung im Freitext hilft der KI beim Lernen — siehe unten.
  </Card>
</CardGroup>

Bei einer Kette mit mehreren Schritten gibst du mit **Alle bestätigen** die ganze Kette auf einmal frei, oder du klappst sie mit **Einzeln** auf und entscheidest Zeile für Zeile. Schritte, die von einem vorherigen abhängen, zeigen statt der Buttons einen gesperrten Chip — **läuft danach automatisch**, wenn dieser Schritt auf automatisch steht, oder **danach freigeben**, wenn es eine weitere Entscheidung ist, die du triffst, sobald der Schritt darüber freigegeben ist.

### Vor der Freigabe bearbeiten

Bei Weiterleitungen, gesendeten E-Mails und automatischen Antworten zeigt die Zeile einen Ausschnitt des entworfenen Textes samt **Nachricht ansehen & bearbeiten**. Damit öffnest du eine geteilte Ansicht — auf der einen Seite die ursprüngliche Nachricht des Absenders, auf der anderen dein bearbeitbarer Entwurf — sodass du die Notiz oder den Antworttext umschreiben kannst, ohne den Kontext zu verlieren. Bestätigst du dort (**Freigeben & senden**), wird mit deinem bearbeiteten Text freigegeben; das ist dieselbe Freigabe wie ein Klick auf **Ja** in der Zeile.

## Verlauf der erledigten Entscheidungen

Unterhalb der offenen Warteschlange listet **Erledigte Entscheidungen** auf, was du bereits freigegeben oder ignoriert hast — jeweils mit **Details ansehen** für den vollständigen Eintrag: warum die KI so eingeordnet hat, was passiert ist, und wer wann freigegeben oder ignoriert hat. Nichts davon ist eine still ausgelöste Automatik — hier tauchen nur Entscheidungen auf, die tatsächlich ein Mensch getroffen hat. Der Verlauf liest sich damit wie ein Entscheidungsprotokoll und nicht wie eine rohe Aktivitätsliste.

## Wie das ins Lernen einfließt

Ein **Ignorieren** mit Begründung oder eine Korrektur per **Anders** (eine andere empfangende Person, eine andere zuständige Person oder eine andere Priorität als die von der KI vorgeschlagene) wird gemerkt — das ist die leichtgewichtige Lernschleife, die unter [Aus Korrekturen lernen](/de/user-guide/inbox/learning) beschrieben ist. Dabei wird kein Modell neu trainiert; es wird ein kurzes Gedächtnis der jüngsten Korrekturen geführt, das in künftige Einordnungen dieses Kategorisierers zurückfließt.

## Wie das mit der Automatisierung zusammenhängt

Jedes **Ja** (und jedes **Anders**) bei derselben Regel zählt auf das Vertrauen in diese Regel ein. Gibst du sie oft genug frei, bietet InboxMate an, sie hochzustufen, damit sie automatisch läuft — ohne weitere Vorschläge. Diesen Fortschritt kannst du für jede Regel im Tab **KI-Reife** verfolgen und dort auch bewusst hochstufen; der komplette Weg dorthin, inklusive der Frage, welche Aktionen aufsteigen können und welche nie, steht unter [KI-Reife](/de/user-guide/inbox/ai-maturity).

<Note>
  Ein Klick auf **In Flow ansehen** an einer Kette öffnet den Kategorisierer-Editor mit dem Trace zu der E-Mail, aus der sie entstanden ist. So siehst du genau, welche Regel gegriffen hat, und kannst sie anpassen, wenn die KI danebenlag.
</Note>
